Saale Karte Jena

Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1926–1932
Höhe über Talsohle: 55 m
Höhe über Gründungssohle: 65 m
Höhe der Bauwerkskrone: 412 m
Bauwerksvolumen: 182.000 m³
Kronenlänge: 205 m
Kronenbreite: 7,2 m
Kraftwerksleistung: 80 MW
Daten zum Stausee
Höhe des Stauziels: 410
Wasseroberfläche bei Vollstau: 9,2 km²
Speicherraum: 215 Mio. m³
Gesamtstauraum 217,7 Mio. m³
Einzugsgebiet: 1239,9 km²
Bemessungshochwasser: 500 m³/s

Quelle: Wikipedia

Talsperren und Stauseen entlang der Saale

Die Bleilochtalsperre - der größte Stausee Deutschlands

Man nennt die thüringer Stauseeregion nicht umsonst das "Thüringer Meer". Die Bleilochtalsperre im Herzen des Thüringer Schiefergebirges ist mit über 200 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen der größte Stausee Deutschlands. Ihren Namen hat die Talsperre von den Bleilöchern, in denen das Metall abgebaut wurde, bevor die Saale hier angestaut wurde.

Die Bleiloch-Talsperre ist Teil der fast 80 Kilometer langen, fünffach gestuften Saalekaskade. Die ersten Pläne zum Bau einer Talsperre der Oberen Saale gehen wurden bereits vor über 100 Jahren ausgearbeitet, aber die Stauanlage wurde erst in den Jahren zwischen 1926 und 1932 erricht. Die Carl-Zeiss-Werke im 50 km entfernten Jena nahmen eine sehr dynamische Entwicklung und prägten nicht nur die gesamte Region, sondern hatten auch großes Interesse an einer stabilen Energieversorgung. Daher waren die Jenaer Werke gewisse postive Triebkräfte für das Projekt der Erstellung der Bleilochtalsperre.

Die beeindruckende Staumauer ist etwa 65 m hoch und 205 m lang. Bis zu einer Höhe von knapp 60 Metern kann die Saale hier gestaut werden. Um die Materialien zur Errichtung der Staumauer effektiv transportieren zu können wurde dafür eine Eisenbahnstrecke erbaut, die unter dem Namen Schleizer Kleinbahn noch viele Jahre nach Fertigstellung der Arbeiten an der Talsperre in Betrieb blieb.. Die durch die Staumauer aufgestaute Saale bildet das Oberbecken, die eigentliche Bleilochtalsperre. Als Unterbecken bzw. Ausgleichsbecken dient die Talsperre Burgkhammer.

Heute ist die Talsperre nicht nur ein wichtiger Teil der grünen Energiepolitik sondern auch für den Tourismus wichtig, der sich schon in den Jahrzehnten nach Fertigstellung der Staumauer entwickelte.Zahlreiche Fahrgastschiffe laden zu Rundfahrten ein, es gibt Wassersportmöglichkeiten wie Surfen, Segeln, Baden, Angeln oder Wasserski. Campingurlauber lieben die Gegend am See und die thüringische Waldlandschaft mit ihren romantischen Orten gibt Touristen, Spaziergängern und Erholungssuchenden allen Grund zum Verweilen.

Bildergalerie der Bleilochtalsperre